Traumata nach ICD10

Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen

Ein außergewöhnliches Ereignis (Trauma) oder eine Lebensveränderung führen zu Schwierigkeiten in der Anpassung an die neue Situation (Anpassungsstörung).

Akute Belastungsreaktion
Maximal einige Tage lang anhaltende Reaktion auf eine außergewöhnliche physische oder psychische Belastung mit körperlichen und geistigen Symptomen.

Posttraumatische Belastungsstörung
Verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine kürzer bzw. länger dauernde außergewöhnliche oder katastrophale Bedrohung, die bei jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Lebendige Wiedererinnerung an das Trauma bei Tag und Nacht, gleichzeitig Unfähigkeit, alle wichtigen Aspekte der Belastung zu erinnern, Vermeidung von Situationen oder Gedanken, die an das Trauma erinnern, Schlafstörungen, Reizbarkeit/Wutausbrüche, Konzentrationsstörungen, Überwachheit, Schreckhaftigkeit, Betäubtsein, emotionale Abstumpfung.

Anpassungsstörungen
Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die die Leistungsfähigkeit und die sozialen Funktionen behindern, während eines Anpassungsprozess nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen. Meist depressive und/oder ängstliche Reaktionen, bei Jugendlichen oft zusätzlich Störung des Sozialverhaltens.

Kurze depressive Reaktion (nicht länger als einen Monat dauernd) Längere depressive Reaktion (nicht länger als zwei Jahre dauernd) Angst und depressive Reaktion, gemischt

  • Mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen
  • Mit vorwiegender Störung des Sozialverhaltens
  • Mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten